Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 14. August 2026 · Version 1.5
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Vitalij Haun IT HUB, Teutoburger-Wald Str. 26, 49124 Georgsmarienhütte (nachfolgend „Anbieter") und Unternehmen, die den SaaS-Dienst MessengerHub nutzen (nachfolgend „Kunde").
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Die Registrierung durch Verbraucher ist nicht gestattet. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden den cloudbasierten SaaS-Dienst „MessengerHub" zur Verfügung. Der Dienst ermöglicht die zentrale Verwaltung von Kundenkommunikation über WhatsApp Business Cloud API und Telegram Bot API sowie die Anbindung an ERP-Systeme (insbesondere Odoo Community und Dolibarr).
Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif gemäß der aktuellen Leistungsbeschreibung auf messengerhub.de/preise. Der Anbieter erbringt den Dienst auf Basis des BYOC-Modells (Bring Your Own Credentials): Der Kunde nutzt eigene API-Zugangsdaten bei Meta (WhatsApp) und Telegram und schließt direkte Verträge mit diesen Plattformen.
§ 3 Registrierung und Vertragsschluss
Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf saas.messengerhub.de und die Bestätigung der AGB zustande. Der Kunde verpflichtet sich, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.
Mit Abschluss der Registrierung beginnt die kostenlose Testphase gemäß § 4.
§ 4 Kostenlose Testphase
Nach der Registrierung erhält der Kunde Zugang zu einem kostenlosen Test-Account für 30 Tage. Während der Testphase stehen alle Funktionen des Business-Tarifs zur Verfügung. Eine Kreditkarte ist für die Testphase nicht erforderlich.
Nach Ablauf der 30 Tage wird der Zugang automatisch vollständig gesperrt, bis der Kunde einen kostenpflichtigen Tarif abonniert. Es erfolgt keine automatische Abbuchung.
Wechselt der Kunde während der Testphase über das Kundenportal aktiv in einen kostenpflichtigen Tarif, endet die Testphase mit dem Wechsel sofort. Die erste Rechnung für den gewählten Tarif wird zu diesem Zeitpunkt sofort fällig.
§ 5 Leistungsumfang und Tarife
Der Anbieter bietet folgende Tarife an (Preise zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer):
– Starter: 39,00 € / Monat – 2 Nutzer und 10 GB Speicher inklusive, alle Features, E-Mail-Support; zusätzliche Nutzer 12,00 € / Nutzer / Monat
– Business: 69,00 € / Monat – 5 Nutzer und 40 GB Speicher inklusive, alle Features, Priority-Support; zusätzliche Nutzer 12,00 € / Nutzer / Monat
– Enterprise: 129,00 € / Monat – 10 Nutzer und 100 GB Speicher inklusive, alle Features, persönliches Onboarding; zusätzliche Nutzer 12,00 € / Nutzer / Monat; eigene Instanz und SSO/SAML auf Anfrage
Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 6 Wochen anzupassen. Preisanpassungen sind höchstens einmal pro Vertragsjahr und nur zur Weitergabe gestiegener Kosten von Vorlieferanten (insbesondere Hetzner, Supabase, Stripe, Meta WhatsApp Business API, Telegram Bot API) zulässig. Die Anpassung darf den prozentualen Anstieg der Vorlieferantenkosten nicht überschreiten. Stimmt der Kunde der Preiserhöhung nicht zu, steht ihm ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhung zu.
Zusatznutzer und Speicherplatz
Über die im gebuchten Tarif enthaltenen Nutzer und den enthaltenen Speicherplatz hinaus kann der Kunde zusätzliche Nutzer sowie zusätzlichen Speicherplatz buchen. Buchung, Verwaltung, Reduzierung und Kündigung dieser Zusatzleistungen nimmt der Kunde selbst über das Stripe-Kundenportal vor.
Zusätzliche Nutzer werden mit 12,00 € je Nutzer und Monat berechnet. Zusätzlicher Speicherplatz wird in Paketen zu je 10 GB gebucht und mit 0,50 € je 10-GB-Paket und Monat berechnet, jeweils über das im gebuchten Tarif enthaltene Speicherkontingent (Starter 10 GB, Business 40 GB, Enterprise 100 GB) hinaus. Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Das Hinzubuchen zusätzlicher Nutzer oder zusätzlichen Speicherplatzes wird sofort wirksam. Die Berechnung erfolgt anteilig ab dem Zeitpunkt der Buchung bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums.
Die Reduzierung oder Kündigung von Zusatznutzern oder zusätzlichem Speicherplatz wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam. Für bereits bezahlte Zeiträume erfolgt keine anteilige Rückerstattung.
Das Deaktivieren eines Mitarbeiter-Accounts innerhalb des Dienstes beendet einen kostenpflichtig gebuchten Zusatzplatz nicht. Um einen kostenpflichtigen Zusatznutzer zu beenden, muss der Kunde diesen gesondert über das Stripe-Kundenportal kündigen.
§ 6 Zahlung
Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe. Die Rechnung wird dem Kunden per E-Mail zugestellt.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach einmaliger Mahnung und einer Nachfrist von 7 Tagen zu sperren, bis der ausstehende Betrag vollständig beglichen ist.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
Monatliche Abonnements können jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
Jährliche Abonnements können mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende des Vertragsjahres gekündigt werden.
Die Kündigung erfolgt durch den Kunden über das Kundenportal unter saas.messengerhub.de/einstellungen/billing oder per E-Mail an info@messengerhub.de. Der Anbieter bestätigt die Kündigung schriftlich per E-Mail.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen diese AGB, geltendes Recht oder Plattform-Richtlinien von Meta oder Telegram verstößt.
Nach Vertragsende werden alle Daten des Kunden innerhalb von 30 Tagen gelöscht; in Sicherungskopien enthaltene Daten werden spätestens innerhalb weiterer 60 Tage überschrieben. Unberührt bleiben Daten, für die gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen (z. B. Rechnungsdaten).
§ 8 Pflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich:
– Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und unbefugten Zugriff Dritter zu verhindern.
– Eigene gültige API-Zugangsdaten bei Meta (WhatsApp Business Cloud API) und Telegram zu beschaffen und die jeweiligen Nutzungsbedingungen einzuhalten.
– Den Dienst ausschließlich für rechtmäßige Zwecke zu nutzen und keine Spam-Nachrichten oder unerwünschte Werbung zu versenden.
– Alle datenschutzrechtlichen Anforderungen gegenüber seinen eigenen Kunden (Endnutzern) selbst einzuhalten, insbesondere Einwilligungen für Messaging-Kommunikation einzuholen.
– Den Anbieter unverzüglich über Sicherheitsvorfälle oder Missbrauch des Kontos zu informieren.
– Als Verantwortlicher selbst zu prüfen, ob für seine Verarbeitung eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO erforderlich ist, und diese gegebenenfalls durchzuführen. Der Anbieter stellt hierfür auf Anfrage unterstützende Informationen gemäß AVV bereit.
– Den Dienst nicht für die regelmäßige oder umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO, z. B. Gesundheitsdaten) zu nutzen, ohne dies zuvor mit dem Anbieter abzustimmen.
§ 9 Verfügbarkeit
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Monatsmittel an. Ausgenommen sind Wartungsfenster (nach Möglichkeit außerhalb der Geschäftszeiten, 20:00–06:00 Uhr MEZ), höhere Gewalt sowie Ausfälle bei Drittanbietern (Meta, Telegram, Supabase, Hetzner).
Für Enterprise-Kunden gelten die individuell vereinbarten SLA-Bedingungen.
§ 10 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den Betrag der vom Kunden in den letzten 3 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis geleisteten Zahlungen.
Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch die Nichtverfügbarkeit oder Änderungen der Dienste Dritter (insbesondere Meta WhatsApp Business API, Telegram Bot API) entstehen, sofern der Anbieter diese Änderungen nicht zu vertreten hat.
§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters (messengerhub.de/datenschutz). Soweit der Kunde über den Dienst personenbezogene Daten seiner eigenen Kunden verarbeitet, ist der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO.
Bestandteil dieses Vertrages ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß messengerhub.de/docs/legal/avv (jeweils aktuelle Fassung). Der Kunde akzeptiert den AVV im Rahmen des Onboardings digital (§ 126b BGB, Textform). Spätere Versionen werden dem Kunden mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen mitgeteilt.
§ 12 Änderungen der AGB
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 6 Wochen per E-Mail zu ändern. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als akzeptiert, soweit die Änderung nicht den Kernbereich des Vertrags betrifft. Auf dieses Widerspruchsrecht wird der Anbieter in der Ankündigung ausdrücklich hinweisen.
Änderungen, die den Kernbereich des Vertrags betreffen (insbesondere Preise, Funktionsumfang, Laufzeit oder Haftungsbeschränkungen), bedürfen der aktiven Zustimmung des Kunden. Verweigert der Kunde die Zustimmung, läuft der Vertrag zu den bisherigen Konditionen bis zur nächsten ordentlichen Kündigungsmöglichkeit weiter.
Im Fall eines wirksamen Widerspruchs steht dem Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.
§ 13 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters (Georgsmarienhütte).
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Versionshistorie
| Version | Datum | Änderungen |
|---|---|---|
| 1.5 | 14.08.2026 | § 7: Löschfristen an AVV angeglichen (30 Tage + 60 Tage Backup-Überschreibung), gesetzliche Aufbewahrung klargestellt. § 8: Kundenpflicht zur eigenen DSFA-Prüfung (Art. 35) und Beschränkung auf keine regelmäßige Art.-9-Verarbeitung ergänzt. |
| 1.4 | 10.08.2026 | § 4: vollständige Sperrung statt Lesezugriff nach Testablauf; sofortiges Testende bei aktivem Tarifwechsel im Kundenportal. § 5: Speicherkontingente je Tarif (10/40/100 GB) ergänzt; Zusatznutzer und Speicherplatz (Buchung/Verwaltung via Stripe-Portal, Sofort-Wirkung mit anteiliger Berechnung, Reduzierung zum Periodenende ohne Rückerstattung, Speicherpreis 0,50 €/10 GB) |
| 1.3 | 15.06.2026 | § 5 Enterprise: „99% Uptime-Ziel" aus Leistungsbeschreibung entfernt (war inkonsistent mit „alle Pläne enthalten alle Features") |
| 1.2 | 18.05.2026 | § 11 verweist auf öffentlichen AVV + Onboarding-Akzeptanz statt „auf Anfrage" |
| 1.1 | 17.05.2026 | § 5 Preisanpassung auf Vorlieferantenkosten begrenzt; § 12 Kernbereichsausnahme für Schweigen=Zustimmung eingeführt |
| 1.0 | Mai 2026 | Erstveröffentlichung |